Walkers und Highland Wanderung

Wer durch Aberlour fährt, kann es gar nicht übersehen. Walkers, die Produktionsstätte des berühmten Shortbreads. Und natürlich halten wir jedesmal, wenn wir durch diesen Ort kommen an dem kleinen Shop der eine unglaublich große Auswahl der leckeren Kekse bietet. Wir haben inzwischen einen Karton voll Kekse im Auto!

Und wenn man sich diese gehaltvollen Dinger einverleibt hat, tut etwas Bewegung gut. Wir haben uns entschieden den Caingorms National Park etwas näher zu erkunden. Übrigens gibt es hier eine Rentierherde. Interessant, wir haben die Attraktion auf dem Weg zu unserem Wanderungsstart entdeckt. Wen es interessiert:

http://www.cairngormreindeer.co.uk/

Wir hingegen machen uns auf den Weg einen 700er zu erklimmen und einen Wahnsinnsblick als Belohnung zu erhalten.

SPEYSIDE und SPEY BAY

Über 173 km Länge erstreckt sich der schöne Fluss Spey. Nachdem er Kühlwasser für zahlreiche Distilleries bereitgestellt oder als Revier für Sportler gedient hat, trifft er hier auf die Nordsee: Spey Bay. An der Mündung der Spey in die Nordsee liegt das Schottische Dolphin Center in der sich alles um den Naturschutz und die Erhaltung der Bottlenose Dolphins und Orkas dreht. Die Tiere geben sich hier recht häufig die Ehre. Neben einer unglaublich schönen Landschaft bekommt man hier eine kostenlose interessante und spannende Tour in das Eishaus des ehemaligen Fischers geboten mit Einblicken in die Nordsee aus der Perspektive der Delphine. Eine Filmvorführung gibt Einblick in die Geräuschwelt unter Wasser. Unerhört wie laut die Motorboote, Jetskis und Bohrungen sind. Leider tauchen die Delphine für uns nicht leibhaftig in der Mündung auf. Als Delphin hätte ich es mir bei Ebbe aber auch überlegt.

Wenn man in der Nähe ist, lohnt sich ein Besuch hier auf jeden Fall.

Glenfarclas und Dufftown – das Herz der Speyside

Markinch liegt hinter uns und wir sind in Dufftown angekommen. Auf dem Weg haben wir noch einen Stopp in Perth eingelegt. Mit knapp 47.000 Einwohnern liegt Perth am Fluss Tay. Wir erkunden kurz die Stadt, genießen den Anblick der historischen Gebäude wie etwa des ältesten Hotels Schottlands, um dann auf der A9 Richtung Dufftown zu starten.

Die A9 führt durch den beeindruckenden Cairngorms National Park. Willkommen in den Highlands!

Erste Distillen finden sich am Wegesrand. Eradour lassen wir liegen. Damit habe ich mein Versprechen erfüllt, nicht jede Distillery anzusteuern. 😎

Mir fällt das jetzt schon schwer, denn auf dem Weg steuern wir an Namen wie Dalwhinnie, Aberlour oder Tormore vorbei.

Vermutlich ist das der Ort mit den meisten Distilleries. Dufftown! Glenfiddich, Mortlach, Parkmore, Glendullan, Dufftown, Pittyvaich, Convalmore, Balvenie. Davon sind allerdings ein paar stillgelegt. Bei etwa 1700 Einwohnern nicht übel. Verdursten muss da vermutlich niemand.

Und deshalb sind wir hier. Die erste Amtshandlung findet allerdings schon auf dem Weg statt.

Zwischen Ballindalloch und Dufftown liegt Glenfarclas. Glenfarclas ist noch im Familienbesitz, was mittlerweile fast ein Alleinstellungsmerkmal ist. Zudem gehört sie zu meinen Lieblingsdistillen. Matthew, unser Guide erläuterte eine Stunde lang den Produktionsprozess sowie die Geschichte der Brennerei. Für 511,19£ hat der alte Grant die Distille seinerzeit erworben. Ich würde sie ihm glatt für 100% Aufschlag abkaufen. Jedenfalls ging es von der Mühle über den Maischbottich bis zur Fassabfüllung und zum Fasslager 1 wurden die Stationen erläutert. Final gab es je einen 10er und 15jährigen zum Tasting. Weil ich danach gefragt habe, hat mir Matthew noch den 511.19 kredenzt. Der ist nach der damaligen Kaufsumme benannt und bezeichnet eine Komposition aus Fässern der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre. Die Rarität findet bei mir Platz, das ist sicher.

Das war der Reisetag, der sich gerade in einem supernetten B&B dem Abend zuneigt.

Frank

Welcome to Scotland

Kleine Abweichung vom bisherigen Inhalt des Blogs. Diesmal hat es uns nach Schottland verschlagen. „Highlands & Malt“ ist das Motto der nächsten Tage.

Gestern sind wir in Edinburgh gelandet und haben uns sofort in den ländlichen Raum begeben und auf den Weg nach Markinch bei Glenrothes gemacht. Das muss dem geneigten Zentraleuropäer nichts sagen, aber heute finden dort Highland Games statt. Und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Heute sind wir also dabei, wenn Dudelsäcke um die Wette klingen und Radrennen auf dem Rasen, Tanzwettbewerbe junger Girls, oder Weitwurf großer Gegenstände stattfinden. Wir finden es sehr freundlich, so begrüßt zu werden.

Vorab haben wir noch einen Abstecher nach Kirkcaldy, der größten Stadt im Regierungsbezirk Fife, für einen Spaziergang an der Nordsee unternommen.

Von der alten Ruine Ravenscraig Castle geht es an der Küste entlang durch den Ravenscraig Park bis zum alten Fischerdorf Dysart. Dysart bezeichnet sich als verstecktes Juwel in der Krone des Bezirks Fife.

Da fiel mir doch glatt Kelsterbach bei Frankfurt ein. Kelsterbach bezeichnet sich ja als Perle am Untermain. Nun ja, ich würde im direkten Vergleich eher Dysart mit Schmuck in Verbindung bringen.

Wir sind also angekommen, das schottische Wetter ist erfrischend bedeckt bei 15 Grad und nur gelegentlich ein paar Tropfen Regen.

Morgen geht es nach Dufftown und da wird es den ersten Distillery-Kontakt geben.

See you!

Frank

Kunst in der Metro und Shoppen in Lissabon

Metro-Kunst

Wer schon mal in der Lissabonner Metro unterwegs war, wird die teilweise beeindruckende Kunst an den Stationen registriert haben. Diesmal habe ich mir die Zeit genommen und die Metro mit diesem Fokus abgefahren. Die Bilder möchte ich Euch nicht vorenthalten. Eine Erläuterung der Darstellungen habe ich mir geschenkt, zumal Interessierte einen umfassenden Wikipedia-Artikel zu dem Thema finden können. Ich konzentriere mich hier auf eine persönliche Auswahl. Wer neugierig wird, dem empfehle ich das Tagesticket zu 6.15€ 😎.

Station Saõ Sebatiao

Station Saldanha

Station Rato

Station Campo Grande

Station Citade Universitária

Station Colégio Militár/Luz

(Hier ist übrigens das Benfica Station!)

Station Jardim Zoológico

Station Martim Moniz

Station Roma

Station Parque

Das ist übrigens mein persönlicher Favorit, weil hier die komplette Station ab Rolltreppe über zwei Stockwerke in dieser Form gestaltet ist. Wahnsinn …

Ich hoffe, es gibt Euch einen kleinen Einblick in Lissabons Underground. Das ist schon toll.

Shopping

Noch ein paar Worte zum Thema Einkaufen in Lissabon. Soviel vorweg: die Möglichkeiten sind Vielfältig.

Avenida da Liberdade
Ob Boss, Gucci, Louis Vuitton, Emporio Armani oder Prada, hier findet ihr sie. Also Kreditkarte gezückt und auf geht’s.

Centro Colombo
Wer eher auf die Standardshops steht, ist hier bestens aufgehoben. 400 sollen in dem Konsumtepel gegenüber dem Estádio da Luz (Benfica‘ s Wohnzimmer) vorhanden sein. Kinos, Vergnügungsangebote und Futterangebote aller Art inklusive. Also ich war nahezu überfordert.

Strada Outlet
Wer es nicht zum großen Freeport-Outlet nach Alochete schafft, findet hier eine etwas kleinere Alternative. Ist nicht ganz einfach zu erreichen, aber mit Bus oder Taxi von den Metrostationen Pontinha oder Odivelas schafft man es schon.

Armazéns do Chiado
Zwischen Rossio und Baixa-Chiado befindet sich dieses Einkaufszentrum. Nicht so riesig, aber vorbeischauen lohnt sich.

Embaixada – Concept Store
Hier findet man mal etwas außergewöhnliches. Konzept Stores für einheimische Produkte nebst Restaurant und Bar. Einen Besuch auf jeden Fall wert.

Sintra ist einfach beeindruckend…

Nun führen mich meine Reisen zum dritten mal nach Sintra und ich bin wieder total beeindruckt von diesem Ort. Du steigst aus der Bahn und schon bist du mittendrin, in der Geschichte der letzten 1000 Jahre. Also Augen auf und los geht’s.

Die Ziele des heutigen Tages sind mir nicht neu. Sowohl den Pena als auch den Sintra Palast habe ich ja schon mal besucht. Aber manche Dinge nimmt man beim zweiten mal anders wahr und ein paar Abweichungen beim Weg eröffnen völlig andere Eindrücke.

So auch diesmal. Statt links über das Maurenschloss zum Palácio Nacional da Pena ging es von Sintra aus nach rechts und dann hinauf in Richtung Vila Sassetti. Ein kleines Anwesen mit einem beeindruckenden Park, zwischen dem Ort Sintra und dem Maurenschloss. 

Der Weg über die vielen Stufen ist durchaus schweißtreibend aber aufgrund der vielen schattenspendenden Bäume durchaus erträglich. Die alte Ruine des Castelo dos Mouros ist ein beeindruckendes Zeugnis der maurischen Epoche der Region. Es erwartet uns für eine verdiente Aufstiegspause.

Wir machen uns auf den wenige hundert Meter weiten Weg zum Park des Pena Palastes. Vom Eingang des Parks steth uns noch ein Weg aufwärts von etwa 500 Metern bevor, aber dann sind wir am Ziel:

Die Farbenpracht dieses Gebäudes beeindruckt mich immer wieder. Für mich ist dies ein mustergültiges Märchenschlosses. Bunt von außen und beeindruckend gestaltet im Inneren und eine tolle Umgebung. Was will man mehr.

1910 wurde das Schloss verlassen und die meisten Räume wurden original erhalten. Wow. Seit Mitte der 90er Jahre zählt die Gegend hier zum UNESCO Weltkulturerbe.

Wenn ihr Lust habt, ein kurzes Video dazu anzusehen, bitte schön ….

Auch den Palácio Nacional de Sintra besuche ich heute zum zweiten mal. Die Abzugstürme über der Palastküche sind ja weithin zu sehen.

Vielleicht liefere ich ja ein weiteres Video dazu nach.

Für heute lasse ich den Tag nun erst einmal ausklingen.

Frank

Schon wieder Lissabon?

Ja, schon wieder! Gerade bin ich wieder in dieser tollen Stadt am Tejo angekommen. Das Hotel ist noch nicht bereit zum einchecken, also nutze ich die Zeit, um ein wenig im Park Eduardo VII zu entspannen. Mir fällt auf, dass ich fast immer Hotels in der Umgebung dieses Parks nutze. Jedenfalls ist das hier zum Ankommen sehr gut geeignet. Ein paar Menschen, der vor sich hinplätschernde kleine Springbrunnen, ca. 30° C und eine Bank im Schatten. Einfach nett.

Ich werde in den nächsten Tagen wieder versuchen Euch etwas an den Aktivitäten hier teilhaben zu lassen. Sicher einiges Bekanntes, neue Eindrücke, … . Schauen wir mal.

So, jetzt entspanne ich noch ein wenig hier. Dann geht’s ins Hotel und den Rest lasse ich auf mich zukommen.

Und zum Abschluss: Sintra

Nachdem uns mit Andrea und Olaf jetzt auch die letzten Reisegefährten allein gelassen haben, entscheiden wir uns zum Abschluss für einen Trip mit der Bahn nach Sintra. Ich habe ja bereits ausreichend von Sintrapalast, Maurenschloss und Penapalast geschwärmt (s. in dem früheren Beitrag). Die Burgen- und Schlösserdichte ist hier der Wahnsinn. Heute entscheiden wir uns für das in Stadtnähe befindliche Anwesen der Quinta da Regaleira.

Allein das Hauptgebäude beeindruckt mit seiner Bauweise. Dazu gehört ein riesengroßer Park der mit raffinierten Türmen, Kapellen, Seen und unterirdischen Gängen durchzogen ist. Ich bin nicht wirklich ein Gartenfan aber das hier ist total beeindruckend.

Leider ist vom Gebäude derzeit nur das Erdgeschoß für Besucher freigegeben,  da der Rest derzeit restauriert wird. Alles in allem haben wir das Anwesen rund drei Stunden auf uns wirken lassen, bevor wir nach Lissabon zurück fuhren.

Für das Abendessen haben wir uns noch einmal für den Time Out Market am Cais do Sodré entschieden. Mit Octopussalat, Thunfischsteak, Tempurasticks, Crevettenrollen und passenden Getränken lassen wir eine tolle Woche kulinarisch ausklingen.

Nach einem Abendspaziergang am Tejo geht’s ins Hotel, von dem aus morgen die Rückreise angetreten wird.

Belêm, Christo und Alfama

Da wir ziemlich viel unterwegs sind,  kommt das Schreiben gerade etwas kurz. Ich fasse deshalb mal die Aktivitäten der letzten Tage zusammen. 

Ein Tag gehörte Belêm. Details kürze ich mal raus, wir hatten ja schon an anderer Stelle ausführlich über Sehenswürdigkeiten und die unserer Meinung nach besten Vanilletörtchen der Stadt hier im Blog berichtet. Neu entdeckt haben wir die LX-Factory. Auf dem Gelände einer alten Textilfabrik fast direkt unter der Brücke des 25. April,  ist eine Art alternatives Shoppingcenter entstanden, mit kleinen Mode- und Kitschläden (meine Interpretation) sowie ein paar Restaurants und Cafés. Ein netter,  ungewöhnlicher Ort, aber wenn es zeitlich auf dem Weg von Belêm in die Innenstadt passt, einen Besuch wert.

Ebenfalls erstmals habe wir uns die Christo Rei Statue aus der Nähe angesehen. Auf einem 75 m hohen Sockel blickt die Statue von der Stadt Almada auf Lissabon und die Brücke des 25. April. Es handelt sich um einen der drei bedeutendsten Wallfahrtsorte der iberischen Halbinsel. Die Statue wurde nachdem 2.Weltkrieg aus Dankbarkeit erbaut, weil Lissabon von Bombardierung und Zerstörung verschont blieb.  Ein Foto der Statue liefere ich nach. Der Blick auf Lissabon und die Brücke ist von hier aus einfach einmalig. 

Die Brücke ist übrigens die drittgrößte kombinierte Straßen- und Bahnhängebrücke. 2278 m lang und 60 m breit,  trägt sie auf dem oberen Teil 6 Fahrbahnen. 1966 eingeweiht erhielt sie ihren heutigen Namen nach der Nelkenrevolution am 25. April 1974. Ein wirklich beeindruckendes Bauwerk.

Anschließend geht es mit der Fähre wieder nach Lissabon und nach einer Stärkung im Time Out Market am Cais do Sodré machen wir uns wieder auf in die Stadt. Allerdings haben wir uns zuvor, von Ulli und Carsten verabschiedet, die zum Abendflug nach Hamburg aufbrachen.

Es folgte ein gemütlicher Altstadt-Trip mit der Tram. 

Und manchmal geht’s da wirklich eng zu.

So landen wir in der Festungsanlage Castelo de São Jorge von wo sich mal wieder ein sagenhafter Blick über die Stadt bietet. Die Burg ist von den Mauren gebaut worden. Die Spuren der Jungs sind ja in dieser Gegend nicht zu übersehen. Auch das nur noch in Mauerresten vorhandene Maurenschloss in Sintra zeugt ja von dieser Zeit. In Lissabon hat Alfons der Eroberer, erster König Portugals, die Brüder im Jahr 1147 hinausgebeten.

Der Weg nach unten führt an vielen Fadorestaurants, Weinstuben und kleinen Geschäften vorbei. Leckerer Wein und ein wirklich gutes Essen halten uns mehrfach auf. Das Leben kann so ungerecht sein. Der Abend findet seinen Abschluss auf dem Foodmarket in der Altstadt mit einigen leckeren Rebsafttropfen.

Cascais – Sonnentag am Atlantik

Mit dem Zug an den Atlantik,  das war der Plan für den heutigen Tag. Vom Cais do Sodré bringt uns die Bahn vorbei an Belêm und Estoril nach Cascais. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigen sollte. Cascais liegt ca. 25 km von Lissabon entfernt und beherbergt neben einem faszinierenden Jachthafen zahlreiche tolle Villen, eine Festungsanlage, die heute als Museum und hochpreisiges Feriendomizil genutzt wird und natürlich einen Leuchtturm. 


Wir machen uns nach einem initialen Kaffee am Yachthafen vorbei auf entlang der karstigen Atlantikküste. Was für faszinierende Eindrücke. Ich mag die Atlantikküste. 
Ziel ist eine Felsformation mit dem eindrucksvollen Namen Boca do Inferno (Höllenmund). Stehst du darüber, verstehst du was gemeint ist. Ein Anziehungspunkt für Suizidgefährdete – ich kann es mir vorstellen. 

Der Rückweg führt an einem Restaurant vorbei, dass ich hier aufgrunde der unterirdischen Qualität nicht erwähnen möchte. Wer gewarnt werden möchte,  spricht mich bitte einfach an.

Anschließend geht es zurück nach Lissabon, wo wir noch auf ein spannendes Spiel Benfica – Porto spekulieren.

Ticktes für den Classico Benfica – Porto sind nicht mehr zu bekommen. Angeblich ist das Stadion seit Tagen ausverkauft. Wir sehen das Spiel in einem netten Restaurant mit dem sprchenden Namen o Bachalao am Tejo im Bereich des ehemaligen Expo-Geländes. Das Essen war klasse, der Service freundlich und zuvorkommend und sehr spannende Derby endete 1:1.

Frank