Kho Chang, Inselleben

Wir erreichen die Insel mit einem ziemlich klapprigen Seelenverkäufer, der hier als Autofähre durchgeht. Nach einer halbstündigen Fahrt in einem der Pick Up Taxis, das mehr als voll besetzt war erreichen wir das Garden Resort unser kleines Urlaubsparadies.

Der erste Eindruck von der Insel entlang der Strasse ist etwas enttäuschend. Restaurants, Bars, Coffeeshop und Souvenirladen drängeln sich entlang der vielbefahrenen Strasse, der es wie üblich an Bürgersteigen mangelt. Unser kleines Gaartenparadies liegt abseits vom Strand zur Insel gerichtet. Unser kleiner Bungalow mit Terrasse liegt 25 m vom Pool entfernt. Alle Dinge des täglichen Bedarfs wie Supermarkt, Restaurant, Bar, Wäscherei, Bekleidungsgeschäften, Motorrollerverleih, Massagesalon, Taxi und Touristeninfo befinden sich im Umkreis von 300 m, um das Hotel herum.

Die Touristen sind hier deutlich in der Überzahl und wir haben schon lange nicht mehr soviel Deutsch gehört und viele Restaurants bieten europäisches, mexikanisches oder amerikanisches Essen an.

Wir beschließen an den 300 m entfernten Strand zu gehen. Das erste was uns begegnet sind zwei Elefanten, die hier normalerweise nicht her gehören. Sie werden, zu touristischen Zwecken, unter nicht allzu artgerechten Bedingungen gehalten. Gegen Abend dürfen die Tiere manchmal im Wasser am Strand planschen. Am Strand gönnen wir uns bei einem wunderbaren Sonnenuntergang am Golf von Thailand einen Willkommenscocktail für unseren Inselurlaub.

Den nächsten Tag starten wir entspannt mit der Besichtigung des Klong Plu Wasserfalls. Er liegt geschützt im Nationalpark und Touristen müssen für den Eintritt einen kleinen Obulus entrichten. Wir haben nur 600 m Dschungelpfad bis zum Wasserfall, aber puh, bei der schwülen Hitze, sind wir froh anzukommen bevor uns der Hitzschlag ereilt.

Im Flachwasser erwarten und Fische, die geduldig auf Stillstand warten, bevor sie unsere Haut an Füßen und Waden putzen. Das tiefe Wasser ist herrlich kühl und erfrischend.

Nach unserem Halbtagesausflug erholen wir uns, bevor wir den Tag mit Schwimmen im Golf von Thailand bei Sonnenuntergang und leckeren Fischessen ausklingen lassen.

Gerês – eine Enttäuschung

Wer erwartet schon in einem Nationalpark einen kleinen Ballermann? Gerês befindet sich in einer „Kessellage“, das heißt,  dass jedes Geräusch im gesamten Ort zu hören ist. Dies gilt insbesondere für Livemusik und Karaokeparties, die von den feierfreudigen Portugiesen bis in die frühen Morgenstunden ausgedehnt werden. In den letzten beiden Nächten haben wir kaum ein Auge zubekommen und die Konsequenzen gezogen. Wir haben uns wieder auf den Weg Richtung Atlantik gemacht.

Nicht ohne noch den Nationalpark zu durchstreifen, doch diesmal wie die Portugiesen mit dem Auto. Der Aussichtspunkt Pedra Bela offenbart einen hinreißenden Blick ins Tal auf den Fluss Cavádo.

Blick vom Aussichtspunkt Pedra Bela

Auf dem Weg zu einem der angeblich spektakulären Wasserfällen „Cascato do Arado“ entdecken wir, dass sich die halbwilden Pferde (Garrano) des Nationalparkes kaum durch den Touristenrummel stören lassen. Der Wasserfall ist jetzt im Hochsommer leider zu einem Rinnsal verkommen, obwohl Peneda-Gerês das regenreichste Gebiet Europas ist. Ein wirkliches Naturerlebnis auch hier leider nicht möglich, da auf dem Weg dorthin ein reger Autoverkehr herrscht. Fazit: Gerês in der Hauptreisezeit meiden!

Garrano lässt sich vom Touristenrummel nicht stören.

Auf dem Weg zum Atlantik erlebten wir eine schöne Überraschung. Wir hielten in Braga für eine kleine Mahlzeit an und wurden  von der historischen Altstadt betört.

K&F