Dufftown Distillery Tour

Wer von Euch jemals nach Dufftown kommt, sollte auf jeden Fall mit Michelle auf die Whisky Tasting Tour gehen. Neben einer außergewöhnlichen Auswahl an Whiskies gibt es lustiges über die Historie der Whiskeybrennerei und viel pro und contra, über den heutigen Markt. Hier finden Whiskys den Weg ins Glas, die es schon lange nicht mehr zu kaufen gibt und deren Brennereien nicht mehr exisitieren. Super empfehlenswert! Michelle ist die erste Person, die mir eine Idee vermittelt über den wahren Charakter eines Schotten bzw. Highlander. Stur, Stolz, Ehrlich, voll mit Energie!

Glenfarclas und Dufftown – das Herz der Speyside

Markinch liegt hinter uns und wir sind in Dufftown angekommen. Auf dem Weg haben wir noch einen Stopp in Perth eingelegt. Mit knapp 47.000 Einwohnern liegt Perth am Fluss Tay. Wir erkunden kurz die Stadt, genießen den Anblick der historischen Gebäude wie etwa des ältesten Hotels Schottlands, um dann auf der A9 Richtung Dufftown zu starten.

Die A9 führt durch den beeindruckenden Cairngorms National Park. Willkommen in den Highlands!

Erste Distillen finden sich am Wegesrand. Eradour lassen wir liegen. Damit habe ich mein Versprechen erfüllt, nicht jede Distillery anzusteuern. 😎

Mir fällt das jetzt schon schwer, denn auf dem Weg steuern wir an Namen wie Dalwhinnie, Aberlour oder Tormore vorbei.

Vermutlich ist das der Ort mit den meisten Distilleries. Dufftown! Glenfiddich, Mortlach, Parkmore, Glendullan, Dufftown, Pittyvaich, Convalmore, Balvenie. Davon sind allerdings ein paar stillgelegt. Bei etwa 1700 Einwohnern nicht übel. Verdursten muss da vermutlich niemand.

Und deshalb sind wir hier. Die erste Amtshandlung findet allerdings schon auf dem Weg statt.

Zwischen Ballindalloch und Dufftown liegt Glenfarclas. Glenfarclas ist noch im Familienbesitz, was mittlerweile fast ein Alleinstellungsmerkmal ist. Zudem gehört sie zu meinen Lieblingsdistillen. Matthew, unser Guide erläuterte eine Stunde lang den Produktionsprozess sowie die Geschichte der Brennerei. Für 511,19£ hat der alte Grant die Distille seinerzeit erworben. Ich würde sie ihm glatt für 100% Aufschlag abkaufen. Jedenfalls ging es von der Mühle über den Maischbottich bis zur Fassabfüllung und zum Fasslager 1 wurden die Stationen erläutert. Final gab es je einen 10er und 15jährigen zum Tasting. Weil ich danach gefragt habe, hat mir Matthew noch den 511.19 kredenzt. Der ist nach der damaligen Kaufsumme benannt und bezeichnet eine Komposition aus Fässern der 60er, 70er, 80er und 90er Jahre. Die Rarität findet bei mir Platz, das ist sicher.

Das war der Reisetag, der sich gerade in einem supernetten B&B dem Abend zuneigt.

Frank