Parlamentarium & Brüssel

Es ist gut EU-Bürger zu sein. Im Parlamentarium wird man daran erinnert. In diesem Jahrtausend ist es nach wie vor ein Glück in Frieden und Freiheit zu leben. Europäer haben all das, einige seit ca. 70 Jahren. Bleibt doch nur zu hoffen, dass die Bereitschaft für den Frieden um sich greift. Genau so, wie die Bereitschaft unsere lebens notwendige Ressource, die Umwelt, zu erhalten.

Das Parlamentarium ist kostenfrei zu besichtigen und einfach zu erreichen vom Bahnhof Bruxelles-Luxembourg.

Die mit Autos vollgestopften Hauptstrassen, sind eine gute Empfehlung zum Bahnfahren. Mit 8,30 € pro Richtung und Person, belastet es die Reisekasse nicht zu sehr. Für das Hüftgold, feine belgische Schokolade, zahlt man hier auch reichlich an Talern. Beim Spaziergang zum „Grande Place“ bewundert man nicht nur schöne Fassaden. Es gilt den fantasievollen Pralinenkreationen, trotz extremsten Speichelfluss, zu widerstehen. Damit der Geldbeutel nicht viel schlanker wird, während die Hüfte mehr und mehr zur Rubens Figur mutiert.

Für mich ist Brüssel nicht die Stadt zum Verlieben, trotz prunkvoller Gebäude am ‚Grand Place“ und dem niedlichen „Manneken Pis“. Schöne Ecken gibt es aber auch hier zu entdecken.

The Last Ship

Ein Fußweg von 20 Minuten bringt uns zum Festival Theatre von Edinburgh. Das Musical „The Last Ship“ von Sting steht auf dem Programm. Da wir beide die Musik von Sting mögen, gönnen wir uns die Tickets, obwohl wir von dem Musical noch nie was gehört haben. Das Festival Theatre ist von aussen ein schmucker neuer Glasbau, hinter dem sich ein altes gemütliche ausgestattetes Haus verbirgt. Die Vorstellung nimmt uns von Anfang an gefangen, die Musiker sind im fabelhaften Bühnenbild integriert. Die Show beginnt ohne Vorhang mit toller Musik, einer sozialkritischen Geschichte und nebenbei sind 2 Liebesgeschichten darin eingebettet. Sting entführt einen mit der Geschichte in seine Kindheit und Jugend, die er in Wall End einem Ort in Nordosten Englands erlebt hat. In diesem Ort leben die Menschen vom Schiffsbau. Die drohende Schließung der Schiffswerft stellt die Dorfgemeinschaft vor neue Herausforderungen. Atmosphärisch dicht erzählt mit der Botschaft, dass Gemeinschaften für die Geld nicht das höchste Gut ist die Welt verändern können, ein tolles Werk und ein sehr gelungener letzter Abend!