SPEYSIDE und SPEY BAY

Über 173 km Länge erstreckt sich der schöne Fluss Spey. Nachdem er Kühlwasser für zahlreiche Distilleries bereitgestellt oder als Revier für Sportler gedient hat, trifft er hier auf die Nordsee: Spey Bay. An der Mündung der Spey in die Nordsee liegt das Schottische Dolphin Center in der sich alles um den Naturschutz und die Erhaltung der Bottlenose Dolphins und Orkas dreht. Die Tiere geben sich hier recht häufig die Ehre. Neben einer unglaublich schönen Landschaft bekommt man hier eine kostenlose interessante und spannende Tour in das Eishaus des ehemaligen Fischers geboten mit Einblicken in die Nordsee aus der Perspektive der Delphine. Eine Filmvorführung gibt Einblick in die Geräuschwelt unter Wasser. Unerhört wie laut die Motorboote, Jetskis und Bohrungen sind. Leider tauchen die Delphine für uns nicht leibhaftig in der Mündung auf. Als Delphin hätte ich es mir bei Ebbe aber auch überlegt.

Wenn man in der Nähe ist, lohnt sich ein Besuch hier auf jeden Fall.

Oporto

Café Majestic

Heute wollten wir unseren Tag mit einem Frühstück im berühmten Café Majestic starten, müssen uns dann doch von den 30€ pro Nase abschrecken lassen. Trotzdem schön das Café, in dem J.K.Rowling zu Harry Potter inspiriert wurde, mal von innen zu sehen. Wir gehen weiter auf den Spuren von Rowling und stolpern dabei nebenbei über den Wochenmarkt Mercato di Bolhoa. Ein noch sehr ursprünglicher Markt, der uns sehr gut gefällt.

Mercato di Bolhoa

Wir lassen uns weiter treiben und landen trotz 3€ Eintritt in der Buchhandlung Lello e Irmão, die jetzt wirklich aus Hogwarts stammen könnte.

Den Nachmittag beenden wir, wie könnte es in Porto anders sein, mit einem Portweintasting. Diesmal in einem kleinen Familienbetrieb. Augusto’s Portweine sind super lecker und die Führung kompetent und freundlich. Wir lassen uns hinreißen 12 Flaschen zu kaufen und zu verschicken. Dafür ist die Führung und das Tasting kostenlos.

Den Tag lassen wir nach einem gegrillten Hähnchen an der Brücke Ponte Luiz I ausklingen. An diesem Bauwerk hat sich übrigens auch der französische Ingenieur Gustav Eiffel vergriffen. Hier werden wir nach dem schönen Tag noch mit einem wundervollen Sonnenuntergang belohnt.

Kirsten

Vom Dourotal nach Gerês

Pinhão

Es waren nur 140 km von Pinhão nach Gerês und trotzdem eine Fahrzeit von 2,5 Stunden. Wir haben uns etwas gewundert. Fast die Hälfte der Strecke geht es über kleine kurvige Landstraßen durch die Berge bevor man den Nationalpark Peneda Gerês erreicht.
Dabei handelt es sich um den einzigen Nationalpark Portugals. Er ist für seine halbwilden Pferde, Rinder und iberische Wölfe berühmt. Wir sind gespannt!

Das Hostel liegt superschön und unseren schattigen Balkon haben wir zum Picknick und Relaxen schon genossen.

Kirsten

Sonntags-Shopping

Den Sonntag haben wir typisch portugiesisch verbracht. Wer die Portugiesen kennt, weiß das Shopping eines ihrer favorisierten Hobbys ist. So ist es hier kein Problem, einen heißen Sonntag, im klimatisierten Outletcenter Vila do Conde zu verbringen. Leider alles voll mit europäischen Marken und keine portugiesischen. Trotzdem haben wir uns an ein paar kleineren Schnäppchen erfreut.

Auf dem Weg dorthin haben wir zum ersten Mal Spuren der Verwüstung, die durch die Waldbrände entstanden sind, gesehen. Die Waldbrände treten hier jedes Jahr auf und es wird hier Recht gelassen gesehen mit Ausnahme des Brandes in Funchal auf Madeira.

Kirsten

Aveiro  und Umgebung

Den gestrigen Tag beendeten wir mit einer Gondelfahrt auf den innerstädtischen Kanälen.

Wegen dieser Gondeln wird Aveiro auch als das Venedig Portugals bezeichnet. Alles in allem kein herausragendes Erlebnis, aber doch Recht gemütlich.

Heute ging es darum, die rings um Aveiro gelegenen Strände zu erkunden. Zuerst steuerten wir Costa Nova an, das für seine tollen Häuser mit den bunten Streifen bekannt ist. Costa Nova ist auf zwei Seiten von Wasser umgeben. Einerseits der Atlantik andererseits das Haff, dass mit einer Fläche von 110 qkm ein riesiges Binnengewässer darstellt, dass dann eben auch die genannten Kanäle, auf denen die Gondeln fahren, ausbildet. Jedenfalls ist auf der Haffseite fast jedes Haus mit diesen Streifen versehen, dass sich ein wirklich tolles buntes Bild zeigt.

Häuser Costa Nova 2

Häuser Costa Nova

Baden und Sonnenbaden am Strand fiel ein wenig kurz aus, da der auflandige Wind derart stark blies, dass es sich ziemlich kalt anfühlte und wir uns nach einer guten Stunde dem zweiten Badeort Barra zuwandten, der etwas näher an Aveiro liegt. Hier befindet sich die Hafenzufahrt und damit auch die einzige Verbindung zwischen Meer und Haff.

Leuchtturm Barra

Leuchtturm Barra

Letztlich sind wir im Hafen Gavanna da Nazaré noch auf dem  Bacalhau-Fest gelandet. Einige Tausend Menschen kommen hier zusammen, um dem berühmten Stockfisch zu huldigen. Über Handwerkermärkte, Livemusik auf mehreren Bühnen, Kinderprogramm bis zu großen Zelten in denen dann am Abend der Bacalhau vertilgt wird ist hier vieles zu sehen.

Bacalao Festival 1

Festival do Bacalhau

Wir lassen den immer noch stark windigen Abend lieber in Aveiro ausklingen und entscheiden uns für eine Tapasbar und Cocktail am Kanal für unseren letzten Abend in Aveiro, bevor wir morgen nach Porto aufbrechen.

K&F

Aveiro, eine Perle Portugals

An der Küste entlang bummelten wir weiter Richtung Norden und kommen Aveiro mit einer wunderbaren Aussicht über das Haff näher.

Blick auf Aveiro über das Haff.

Wir werden überrascht von einem angenehmen Nachtleben mit Livemusik am Fischmarkt. Eine Nacht wie Samt und Seide mit klarem Sternenhimmel. Wir lassen uns in der tollen Atmosphäre noch zum Cocktail verführen.

Aveiros Gondeln bei Nacht.

Der Morgen erfrischt uns mit leichten Nieselregen bei angenehmen 20°C. Die Portugiesen behaupten es sei Regen, uns wetterfeste Norddeutsche stört die erhöhte Luftfeuchtigkeit natürlich nicht. Wir entdecken die Schönheit dieser Distrikthauptstadt mit rund 79000 Einwohnern zu Fuß und freuen uns über die gemäßigte Temperatur.

Aveiro wurde im Jahr 959 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und erlangte seine Bedeutung ähnlich wir Lüneburg durch Salzgewinnung und Handel. Heute ist es eine Universitätsstadt und Touristenmagnet. Kein Wunder, die Stadt ist wirklich eine Augenweide, überzeugt Euch selbst:

Kirsten

Die Paläste von Sintra

Es fällt schon schwer sich in Sintra für Sehenswürdigkeiten zu entscheiden.

Palácio Nacional de Sintra

Die schönsten und größten Paläste von Sintra liegen zwar nah beieinander, doch aufgrund der Höhenmeter braucht man etwas mehr als eine Stunde, um vom Palácio Nacional de Sintra zum Palácio da Pena zu gelangen. Im Reiseführer wird festes Schuhwerk empfohlen, um die steilen Anstiege durch den verwunschenen Park von Pena zu bewältigen. Ein guter Rat, da wir hier teilweise mit der Nase am  Pflaster laufen mussten.

Palácio da Pena

Und ich sag nur „AlterSchwede“, schlecht ging es den portugiesischen Königshaus hier nicht. Frank und ich würden glatt einziehen. Besonders die Küche im Palácio Nacional de Sintra hat es uns angetan. Wir haben zuvor auch noch nie eine Küche mit so imposanten Dunstabzügen gesehen. Höher als die Wachtürme. Aufwendig dekorierte Decken und kunstvoll gedrechselte Betten und Stühle vermitteln neben den aufwendigen Intarsienschränken einen lebhaften Eindruck vom Lebensstil.

Intarsienschrank

Küche im Palácio da Pena

Nach dem schweißtreibenden Aufstieg wurden wir am Palácio da Pena mit einer wunderbaren Aussicht über Sintra bis zu den Stränden des Atlantiks belohnt.

Den zweiten Tag  in Sintra haben wir am Strand verbraucht. Mit dem Bus ging es nach Azenhos do Mar und zu Fuß bis zum Praia Grande. Nach dem wir dort mit den Wellen gespielt haben, oder die Wellen mit uns,  ging es per Bus zurück nach Sintra.

Fazit……

Sintra ist wunderschön und auch wenn es das Neuschwanenstein Portugals zu sein scheint, auf jeden Fall eine Reise wert.

Kirsten