Dourotal im Sommer

Wir folgen dem Lauf des Douros aufwärts etwa 150 km von Porto ins Landesinnere. Gestern wurde uns bei der Portweinprobe erläutert, dass der Geschmack des Weines hier im Dourotal durch zwei Faktoren besonders beeinflusst wird. Den schieferhaltigen Boden und die Temperaturen von über 40°C. Letzteres schien uns eher ein theoretischer Wert zu sein. Aber als wir uns gestern unserer Quinta näherten, meldete das Thermometer im Auto max. 43°C. Bei der Ankunft erklärte man uns, dass in diesem Jahr bereits Temperaturen jenseits der 50°C gemessen wurden. Leute, das ist selbst den Mücken zu heiß.

Also sind wir heute gezwungen, nach der gut einstündigen Erkundung der umliegenden Weinberge, die Zeit bis zur Weinprobe um 16 Uhr zwischen Liege und Pool zu verbringen.

Es folgen heute noch eine Weinprobe (dazu muss man sagen, dass Weinproben hier in Portugal eher geizig ausfallen – jeder deutsche Winzer würde sich schämen!) und anschließend das Abendmenü mit frisch gegrilltem Fisch nebst korrespondierender Weine aus eigener Produktion, gefolgt von hauseigenem Port zum Dessert. Also, macht Euch keine großen Sorgen, uns geht es nicht so schlecht. Wer mehr über die Herberge wissen möchte: Der Datensammler findet unter Quinta de la Rosa entsprechende Einträge.

K&F

Porto – einfach beeindruckend

Galerie

Diese Galerie enthält 20 Fotos.

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Die Eindrücke hier haben uns so in ihren Bann gezogen, dass wir mit Sicherheit hier nochmal herfahren müssen. Mit ca. 240.000 Einwohnern ist Porto die zweitgrößte Stadt Portugals und liegt im nördlichen … Weiterlesen

Sonntags-Shopping

Den Sonntag haben wir typisch portugiesisch verbracht. Wer die Portugiesen kennt, weiß das Shopping eines ihrer favorisierten Hobbys ist. So ist es hier kein Problem, einen heißen Sonntag, im klimatisierten Outletcenter Vila do Conde zu verbringen. Leider alles voll mit europäischen Marken und keine portugiesischen. Trotzdem haben wir uns an ein paar kleineren Schnäppchen erfreut.

Auf dem Weg dorthin haben wir zum ersten Mal Spuren der Verwüstung, die durch die Waldbrände entstanden sind, gesehen. Die Waldbrände treten hier jedes Jahr auf und es wird hier Recht gelassen gesehen mit Ausnahme des Brandes in Funchal auf Madeira.

Kirsten

Aveiro  und Umgebung

Den gestrigen Tag beendeten wir mit einer Gondelfahrt auf den innerstädtischen Kanälen.

Wegen dieser Gondeln wird Aveiro auch als das Venedig Portugals bezeichnet. Alles in allem kein herausragendes Erlebnis, aber doch Recht gemütlich.

Heute ging es darum, die rings um Aveiro gelegenen Strände zu erkunden. Zuerst steuerten wir Costa Nova an, das für seine tollen Häuser mit den bunten Streifen bekannt ist. Costa Nova ist auf zwei Seiten von Wasser umgeben. Einerseits der Atlantik andererseits das Haff, dass mit einer Fläche von 110 qkm ein riesiges Binnengewässer darstellt, dass dann eben auch die genannten Kanäle, auf denen die Gondeln fahren, ausbildet. Jedenfalls ist auf der Haffseite fast jedes Haus mit diesen Streifen versehen, dass sich ein wirklich tolles buntes Bild zeigt.

Häuser Costa Nova 2

Häuser Costa Nova

Baden und Sonnenbaden am Strand fiel ein wenig kurz aus, da der auflandige Wind derart stark blies, dass es sich ziemlich kalt anfühlte und wir uns nach einer guten Stunde dem zweiten Badeort Barra zuwandten, der etwas näher an Aveiro liegt. Hier befindet sich die Hafenzufahrt und damit auch die einzige Verbindung zwischen Meer und Haff.

Leuchtturm Barra

Leuchtturm Barra

Letztlich sind wir im Hafen Gavanna da Nazaré noch auf dem  Bacalhau-Fest gelandet. Einige Tausend Menschen kommen hier zusammen, um dem berühmten Stockfisch zu huldigen. Über Handwerkermärkte, Livemusik auf mehreren Bühnen, Kinderprogramm bis zu großen Zelten in denen dann am Abend der Bacalhau vertilgt wird ist hier vieles zu sehen.

Bacalao Festival 1

Festival do Bacalhau

Wir lassen den immer noch stark windigen Abend lieber in Aveiro ausklingen und entscheiden uns für eine Tapasbar und Cocktail am Kanal für unseren letzten Abend in Aveiro, bevor wir morgen nach Porto aufbrechen.

K&F

Aveiro, eine Perle Portugals

An der Küste entlang bummelten wir weiter Richtung Norden und kommen Aveiro mit einer wunderbaren Aussicht über das Haff näher.

Blick auf Aveiro über das Haff.

Wir werden überrascht von einem angenehmen Nachtleben mit Livemusik am Fischmarkt. Eine Nacht wie Samt und Seide mit klarem Sternenhimmel. Wir lassen uns in der tollen Atmosphäre noch zum Cocktail verführen.

Aveiros Gondeln bei Nacht.

Der Morgen erfrischt uns mit leichten Nieselregen bei angenehmen 20°C. Die Portugiesen behaupten es sei Regen, uns wetterfeste Norddeutsche stört die erhöhte Luftfeuchtigkeit natürlich nicht. Wir entdecken die Schönheit dieser Distrikthauptstadt mit rund 79000 Einwohnern zu Fuß und freuen uns über die gemäßigte Temperatur.

Aveiro wurde im Jahr 959 zum ersten Mal urkundlich erwähnt und erlangte seine Bedeutung ähnlich wir Lüneburg durch Salzgewinnung und Handel. Heute ist es eine Universitätsstadt und Touristenmagnet. Kein Wunder, die Stadt ist wirklich eine Augenweide, überzeugt Euch selbst:

Kirsten

Figueira da Foz und Coimbra

Gestern war zunächst Reisetag. Zuerst ging es mit dem Zug von Sintra nach Lissabon und von dort mit dem Auto nach Figueira da Foz. Wer mal eine wirklich freie Autobahn erleben will, ist hier richtig. Kaum mehr als 10 Fahrzeuge im Sichtbereich. So kann es bei uns auch aussehen – mit PKW-Maut! Wer jetzt denkt: „Da muss ich hin, …“, kann sich gleich wieder hinsetzen – hier gilt Tempo 120 auf der gesamten Strecke.

Figueira da Foz liegt an der Mündung des Montego in den Atlantik und scheint ein Touristenmagnet zu sein. Jedenfalls sind die Hotels derzeit ziemlich ausgebucht.

Wir haben heute das Glück, einen Reiseführer zur Seite zu haben. Mein langjähriger ehemaliger Kollege Peter und seine Frau Marion verbringen seit mehreren Jahren einen guten Teil des Jahres hier. Und so hatten wir uns ausnahmesweise mal nicht in einem Weinlokal in der Frankfurter Region verabredet, sondern hier in Figueira. Unkonventionell und eine tolle Idee, wie sich zeigen sollte.

Abendessen in Figueira

Abendessen in Figueira

Der Abend führte uns zunächst zu einem tollen Blick auf Figueira von den umliegenden Bergen bei einem leckeren Vinho Verde,

Figueira da Foz von oben

Figueira da Foz von oben

Leuchtturm am Cap Montego

Leuchtturm am Cap Montego

anschließend in ein sehr ursprüngliches Restaurant und abschließend noch ins lokale Nachtleben auf einen Cocktail. Das ganze verbunden mit tollen Erkenntnisgewinnen über das Land, die Region, das Leben im Allgemeinen, philosophische Fragestellungen, …. . Ein toller Abend, wie wir fanden. Vielen Dank an Marion und Peter. Gerne wieder! In Hamburg, im Rheingau oder eben in Portugal.

Heute ist Coimbra unser Ziel. Wie entscheiden uns für die Anreise per Bahn. Die Fahrt dauert etwas mehr als eine Stunde. Die Zeit nutzen wir auf der Hinfahrt zum Genießen der Natur und auf der Rückfahrt für den Blog. Auf dem Weg zum Bahnhof gibt es noch einen kurzen Stop in der Markthalle von Figueira. Ich bin immer wieder fasziniert von der Vielfalt der hiesigen Märkte. Wir sind in Hamburg ja nicht schlecht bedient damit, aber hier ist jeder Markt ein Erlebnis.

Markthalle in Figueira da Foz

Markthalle in Figueira da Foz

Jetzt aber zu Coimbra:

Dieser Ort hat schon eine Menge erlebt: Kelten, Römer, Mauren, all die reiselustigen Völker schlugen hier ihre Zelte auf. Insbesondere die Mauren hatten es nicht leicht, begehrten sie zwischen 711 und 1117 mehrfach Einlass und bekamen am Ende immer wieder eins auf die Nuss, bis sie dann den Spaß verloren und ihrer Wege gingen.

Noch heute ist Coimbra eine der bedeutendsten Städte Portugals, was nicht zuletzt mit seiner Rolle als Universitätsstandort zusammen hängt.  Mehr als 30.000 Studenten bevölkern die Stadt heute, davon studieren etwa 2/3 an der ältesten Uni Portugals und einer der ältesten Europas aus dem Jahr 1290. Die Universität Coimbra gehört seit 2013 zum Weltkulturerbe. Und wenn man mich fragt, da gehört dieses Bauwerk auch hin. Die anderen 10.000 Studies sind an der Technischen Hochschule eingeschrieben.

Schon von außen sieht die Uni beeindruckend aus.

Universitàt Coimbra

Universitàt Coimbra

Gegen einen Obolus von 10 Euro kann man das Innenleben des ehrwürdigen Bildungsinstituts besichtigen. Will man die alte Bibliothek auch noch in Augenschein nehmen, werden 12€ fällig. Wir entscheiden uns aufgrund der Wartezeit von 3 Stunden auf die nächste freie Führung dagegen. Schweren Herzens! Aber auch so war einiges geboten:

So ist da etwa der „Saal der Doktorhüte“ oder „Großer Saal der Akte“. Sollte jemand die Ehrendoktorwürde der Uni im Blick haben – hier wird der Akt vollzogen. Man wird hier aber auch als Rektor des Hauses in sein Amt eingeführt. Wer noch Ziele sucht, … .

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Beeindruckend ist auch die Neue Kathedrale Se Nova de Coimbra. Auch wenn man der Institution nicht folgen möchte, da ist schon ziemlich solide Handwerkskunst zu finden. Andereseits, da kann das Land noch so arm sein , …. .

Se Nova 1

Se Nova 1

Se Nova 2

Se Nova 2

Ebenfalls gehört ein Wissenschaftsmuseum zum Fundus des Hauses. Irre! Ein Wal-Skelett findet sich dort – genau genommen sind es zwei – ebenso, wie eine Sammlung historischer Laborgeräte. Zudem ein Sammelsurium diverser Tierpräperate. Ich weiß nicht, ob es auf der Welt z.B. eine Vogelart gibt, die dort nicht im Regal steht. Ethik hin oder her, mich hat es beeindruckt.

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof liegt noch die Bischhofskirche Se Velha aus dem Jahr 1162 auf unserem Weg und, typisch Portugal, ein hinreißendes Angebot an süßen Gaumenfreuden. Manchmal finde ich es dann doch gut, dass wir hier nicht dauerhaft wohnen. Übrigens, wir haben können diesmal widerstehen.

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So, der Beitrag heute mal etwas länger geraten, das kommt nicht jeden Tag vor. Der nächste Beitrag wird Aveiro zum Thema haben. Dahin geht es als nächstes.

Bis denne!

Frank

Die Paläste von Sintra

Es fällt schon schwer sich in Sintra für Sehenswürdigkeiten zu entscheiden.

Palácio Nacional de Sintra

Die schönsten und größten Paläste von Sintra liegen zwar nah beieinander, doch aufgrund der Höhenmeter braucht man etwas mehr als eine Stunde, um vom Palácio Nacional de Sintra zum Palácio da Pena zu gelangen. Im Reiseführer wird festes Schuhwerk empfohlen, um die steilen Anstiege durch den verwunschenen Park von Pena zu bewältigen. Ein guter Rat, da wir hier teilweise mit der Nase am  Pflaster laufen mussten.

Palácio da Pena

Und ich sag nur „AlterSchwede“, schlecht ging es den portugiesischen Königshaus hier nicht. Frank und ich würden glatt einziehen. Besonders die Küche im Palácio Nacional de Sintra hat es uns angetan. Wir haben zuvor auch noch nie eine Küche mit so imposanten Dunstabzügen gesehen. Höher als die Wachtürme. Aufwendig dekorierte Decken und kunstvoll gedrechselte Betten und Stühle vermitteln neben den aufwendigen Intarsienschränken einen lebhaften Eindruck vom Lebensstil.

Intarsienschrank

Küche im Palácio da Pena

Nach dem schweißtreibenden Aufstieg wurden wir am Palácio da Pena mit einer wunderbaren Aussicht über Sintra bis zu den Stränden des Atlantiks belohnt.

Den zweiten Tag  in Sintra haben wir am Strand verbraucht. Mit dem Bus ging es nach Azenhos do Mar und zu Fuß bis zum Praia Grande. Nach dem wir dort mit den Wellen gespielt haben, oder die Wellen mit uns,  ging es per Bus zurück nach Sintra.

Fazit……

Sintra ist wunderschön und auch wenn es das Neuschwanenstein Portugals zu sein scheint, auf jeden Fall eine Reise wert.

Kirsten

Sintra – der Start

Galerie

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Olá! Hallo aus Portugal! Wir sind gut angekommen. Gelandet in Lissabon, ging es direkt weiter nach Sintra. Diesmal per Bahn, das Auto werden wir erst für unsere nördlichen Ziele nutzen. Sintra liegt ca. 25 Kilometer von Lissabon entfernt und ist … Weiterlesen

Es brennt …

Ich wollte mich eigentlich erst in Portugal wieder zu Wort melden, aber die aktuellen Nachrichten werfen ja schon einen Schatten auf unseren Urlaub. Die Gegenden um Aveiro und Porto sind von den derzeitigen Waldbränden betroffen. Wir sind nicht sicher, ob wir im Verlauf unsere Reiseroute noch mal anpassen müssen. Wir werden das im Blick behalten und gegebenenfalls entsprechend reagieren. Leider können wir die Situation nicht ändern, hoffen aber, dass die Menschen dort vor Ort die Situation in den Griff bekommen und keine Personen mehr zu Schaden kommen. Wir würden auch etwas Regen im Urlaub in Kauf nehmen.

Frank

Hallo Allerseits!



Nachdem Frank vor einiger Zeit bereits seinen Sprachaufenthalt in England dokumentiert und dabei ein wenig die Lust am Bloggen entdeckt hat, möchten wir Euch diesmal mit zu ein paar Zielen in Portugal nehmen. Lissabon ist ja mittlerweile zu einer unserer europäischen Lieblingsstädte geworden. Vielleicht sogar DIE Lieblingsstadt. Auf unserer diesjährigen Tour wird die Hauptstadt unseren Ausgangs- und Endpunkt bilden. Wobei das nur teilweise stimmt, wir landen zwar in Lissabon, werden uns aber umgehend Sintra zuwenden. Doch am Ende wird uns Lissabon noch für ein paar Tage zu sehen bekommen. Dazwischen wird uns unser Weg durch ein paar hoffentlich interessante Gegenden Nordportugals führen. Figueira da Foz, Aveiro, Coimbra, Porto, das Dourotal und der Nationalpark Peneda-Gerês liegen neben Sintra auf der geplanten Route.

Wir hoffen, Euch ein wenig von der Region und unseren Eindrücken vermitteln zu können. Kommentare sind natürlich herzlich willkommen.

Und noch eine Anmerkung:
Dieser Blog ist eine rein private, unkommerzielle Veranstaltung. Er sollte auch in Suchmaschinen nicht auftauchen, zumindest haben wir das so eingestellt. Wir haben den Link dazu an einen begrenzten Kreis von Verwandten und Freunden verteilt, von denen wir glauben, dass sie das Thema interessiert. Ihr dürft den Link gern an gute Freunde weitergeben, die sich für Portugal oder einfach für unsere Reise interessieren.

Liebe Grüße
Kirsten & Frank